Writing Peace

Ein Workshop im Rahmen des Internationalen Treffens für Jugendtheater.

Die Nachrichten sind voll von Meldungen über Krieg, die Kommentare in den Onlineforen strotzen vor Hass. Wir schreiben für den Frieden.


Schritt 1

Freewriting. Zu Lo-Fi-Musik bekommen alle Teilnehmer:innen etwa zwei Minuten, um sich Gedanken über folgende Punkte zu machen.

Einzige Regel: Es gibt keine Nachdenkpausen. Wenn dir nichts einfällt, schreibst du entweder blablabla oder wiederholst das letzte Wort, bis wieder ein neuer Gedanke in deinem Kopf entsteht. Forciere nichts, lasse alles zu. Nach zwei Minuten wirst du freundlich gebeten, den Gedanken abzuschließen, und bekommst einen neuen Input.

Du musst keine vollständigen Sätze formulieren. Es reichen auch Stichworte.

Dieses Material bekommt niemand zu sehen. Es gehört ganz dir.


Inputs

  • Symbole für Frieden

  • Wie sieht Frieden aus? Welche Bilder entstehen in dir, wenn du „Frieden“ denkst? Das können ganz konkrete Szenen sein, aber auch ganz allgemeine Dinge.

  • Wie klingt Frieden? Suche friedliche Geräusche. Das können Songs sein, aber auch Geräusche aus der Natur oder der Umgebung.

  • Wie fühlt sich Frieden an?

  • Was sind meine Strategien, um inneren Frieden zu erlangen?

  • Vervollständige den Satz: Ich fühle mich friedlich, wenn …

  • Welche „friedlichen“ Wörter kennst du?

  • Wenn ich Superkräfte hätte: Was würde ich tun, um Frieden zu erreichen? Welche Superkräfte würde ich benötigen?


Euch fallen sicher noch weitere Fragen ein. Aus Zeitgründen haben wir uns bei diesem Workshop jedoch auf etwa fünf Fragen beschränkt.


Schritt 2

Geh deine Materialsammlung durch. Suche die stärksten Bilder, die emotionalsten Gedanken aus und bastle daraus ein Gedicht.

Du bist völlig frei in der Gestaltung. Als Tipp gebe ich dir aber die „Stille“ mit. Spiele bewusst mit Pausen. Setze sie gezielt ein, um das Gefühl von Frieden noch besser zu erreichen.


Schritt 3

Gestalte deinen Text.


Schritt 4

Wer das möchte, darf seinen Text mit der Gruppe teilen.


Bericht

Beim Sapperlot fand der Workshop zweimal für eine unterschiedliche Gruppe von Teilnehmern statt. Es entstanden wunderbare Gedichte in verschiedenen Sprachen. Einige Teilnehmer:innen arbeiteten auch in Kleingruppen miteinander und präsentierten ihre Gedichte im Anschluss daran szenisch. Wenn ein Gedicht in der Muttersprache einer Teilnehmerin verfasst wurde und sie es mit uns teilen wollte, machte sie das in Form einer kleinen Zusammenfassung in englischer Sprache.

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